Wie sagt man denn?“ – versuchen Eltern heute eigentlich auch noch, ihre Kinder zur Dankbarkeit zu erziehen? Manche sicherlich, andere fanden das nie so wichtig, weil sie es selbst nicht gelernt haben oder sie haben aufgegeben mit dem Gedanken: wem nutzt es, wenn Kinder sich mühsam das Wort rausquetschen ...?

Antwort: Stimmt, das hilft wirklich nicht. Darauf kommt es aber auch nicht an. Nicht einmal im >Jahr der Dankbarkeit<, das zur Zeit läuft.

Paulus spricht in Kol. 3 von der Lebensveränderung eines Christen. Er spricht u.a. von Freundlichkeit, Geduld, Vergebung untereinander, Liebe zueinander und dem Frieden Christi, der in unseren Herzen regieren soll. Und Regieren ist bekanntlich kein Nebenjob, sondern verantwortliches Handeln an  vorderster Front. Dem fügt der Apostel dann noch hinzu: „... und seid dankbar“.



Es geht dabei nicht nur um Worte. Denn bevor man etwas sagt, sollte man möglichst schon gedacht haben. Vielleicht brauchen wir eine neue Wahrnehmung dessen, was wir aneinander haben, wie wertvoll der andere für eine Gruppe und auch für uns selbst ist. Eine Wahrnehmung von Freundlichkeit, Geduld, Vergebung und Liebe.

Eine Wahrnehmung von Weitsicht und Rücksicht, von Vorsicht und Nachsicht anderer, die uns zu Gute kommen. Eine Wahrnehmung nicht nur von großen oder „selbstverständlichen“ Freundlichkeiten. Eine Wahrnehmung, wo uns der Nächste wohl gesonnen ist und uns fördert, verteidigt oder uns mit unseren Eigenarten aushält.
Und dann? Danke!

Wie wir unserem Dank Ausdruck verleihen, ist verschieden. Es gibt ja nicht nur Worte. Zeichen des Dankes reichen von einer entsprechenden Geste, einem Blick über den Händedruck bis zu Blumen oder einer Einladung oder was uns sonst angemessen erscheint. Auch Treue und Verantwortung gehören dazu.

Wer dankt, lebt anders.
Wer dankt, findet den Ausweg aus Undankbarkeit, Unzufriedenheit,
Unversöhnlichkeit, Unleidlichkeit.
Wer dankt, sieht seine Umwelt positiv, also als Gegengewicht zu Negativem,
Enttäuschenden, Verletzenden.
Wer dankt, steckt andere an.
Wer dankt, freut sich doppelt.
Wer dankt, erfüllt Gottes Willen.

Danke für eure Aufmerksamkeit und für's Lesen!
Ihr/euer Harald Petersen, Pastor

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