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Wie viele Passwörter musst du dir merken? Zum Starten des Computers und beim Onlinebanking, für Google und ebay, PayPal und skype, gmx und wie sie alle heißen. Ohne entsprechendes Passwort komme ich als Pastor auch nicht auf interne Seiten unseres Bundes. Auch fürs Smartphone braucht man eins – obwohl mal das Gerät ja längst per Fingerabdruck oder Gesichtserkennung einschalten kann. Gesichtserkennung. Man schaut einfach sein Smartphone an. Oder das Smartphone schaut uns an und verarbeitet unser Portrait dann intern zu „den kenn ich“.


Es soll ja Leute geben, die haben überall das gleiche Passwort hinterlegt. Ob das aber sicherheitstechnisch sinnvoll ist? Kluge Leute haben verschiedene Passwörter. Bleibt nur zu hoffen, dass sie auch klug genug sind, um sich alle zu merken oder um ihre „Eselsbrücken“ so geschickt zu bauen, dass kein anderer diese betreten kann.

Passworte sind uralt, keine Erfindung der Neuzeit. „Ein Codewort“ oder eine Parole halfen schon im Mittelalter, um Tore zu öffnen, die anderen verschlossen blieben. Auch Teenager-Cliquen haben sich ihren Geheimcode zugelegt. Das verbindet, das klärt die Zugehörigkeit, es vermittelt Macht und Sicherheit. Oder Angst? Warum sollte man sich sonst so abschotten?

Angst vor Missbrauch ist der Grund für Passwörter

Kein Unbefugter soll Zugang haben und dies ausnutzen und mir schaden können. Also bauen wir Sicherheitsschranken ein. Manchmal nicht nur eine. Die Angst geht um. Vor Missbrauch. Und vor dem Vergessen, weil man dann selbst auch nicht mehr Herr der Lage ist.

Ist Freude unsere Gesichtserkennung als Christ?

Der Philosoph und Religionskritiker Friedrich Nietzsche hat leider anderes beobachtet und festgestellt: „Die Christen müssten mir erlöster aussehen. Bessere Lieder müssten sie mir singen, wenn ich an ihren Erlöser glauben sollte“.

Vinzenz Pallotti, der Gründer der katholischen Pallottiner-Vereinigung, schrieb einmal: „Durch ein heiteres und frohes Gesicht können wir beweisen, dass die Nachfolge Christi unser Leben mit Freude erfüllt. Heilige Heiterkeit und geistliche Freude sind kostbare Früchte des Heiligen Geistes. An ihnen erkennt man die wahren Diener Gottes“. Jesus Christus sagte Ähnliches. Er stellte dabei aber die Liebe untereinander als Erkennungsmerkmal in den Vordergrund (Johannes 13,35). Wobei Liebe und Freude nicht voneinander zu trennen sind.

In der paulinischen Aufzählung der Früchte des Geistes (Galater 5,22) rangiert die Liebe vor der Freude, die Freude aber noch vor allem anderen wie Friede, Treue und Selbstbeherrschung. Freude ist also nichts Aufgesetztes, auf das man als Christ verzichten könnte oder gar müsste, weil sich das Christentum Jahrhunderte lang eher mit dem Gegenteil beschäftigt: Sünden bekennen, bereuen, Buße tun, Fasten üben, umkehren – bei aller Berechtigung dieser ernsteren Themen heißt es aber offen zu sein für kritische Anfragen an unsere „freudige Haltung“.
Jesus Christus betet und bittet für seine Jünger darum, dass sie seine Freude in sich haben sollen (Johannes 17,13). „Evangelium“ heißt ja übersetzt: gute, frohmachende Botschaft; eine Botschaft, die Freude am Leben verheißt.

„Jesus hat seine Jünger eine tiefe Spiritualität der Lebensfreude gelehrt: Wo Gott dem Menschen begegnet, da herrscht Freude, da entfaltet sich himmlische Leichtigkeit, befreit von aller Schwere, da ist Lachen angesagt  – und nicht Trauer und Weinen! ... Also geht es darum, möglichst viel Spaß zu haben? – „Viel Spaß!“, so lautet inzwischen ja der gängige Gruß zum Abschied. „Viel Spaß“ – wohin man auch geht: ob ins Theater oder zur Arbeit (manchmal soll Arbeit ja tatsächlich Spaß machen!), ob in den Gottesdienst oder ins Kino, zum Essen oder zu einem ernsthaften Gespräch. „Viel Spaß!“ Als käme es darauf an! – Nein, mit Freude ist etwas anderes gemeint als Spaß! Freude spiegelt sich im ganzen Menschen wider. Richtige Freude sehen wir einem Menschen von weitem an. Da lacht mehr als nur der Mund. Da lacht der ganze Mensch, da strahlt es einem entgegen, innen und außen. Und ich denke: Christen haben tatsächlich Grund zu solcher Freude. ... Je mehr Gott in meinem Herzen ankommt, desto mehr werde ich selbst ein anderer: einer der sein ganzes Leben vor ihn bringt. Einer, der sich im Glück freut und dankbar ist. Aber auch einer, der im Unglück vor Gott steht, einer, der klagt und bittet“ (Pater Siegfried Modenbach im www).

„Freut euch im Herrn allezeit“, das meint auch der Apostel Paulus (Philipper 4,4). Damit werden andere, schwierige Situationen und Emotionen nicht geleugnet. Aber der Grundton kann Freude sein. Weil Gott uns auch im Schweren beisteht (Psalm 23) und weil wir eine erfreuliche Zukunftsperspektive haben (Offenbarung 21, 3f). Ein Hinweis speziell für den November mit Volkstrauertag, Buß- und Bettag, Totensonntag. Es ist nicht verboten, beim Volkstrauertag auch Dank und Freude zu empfinden, weil wir in unserem Land seit 1945 Frieden haben. Und Buße sollte letztlich auch zur Freude führen, weil sie positive Veränderung einleitet. Und Totensonntag? Ich möchte niemandem nahe treten, der traurig ist und liebe Menschen vermisst. Ich vermisse auch geliebte Menschen. Aber ich freue mich zunehmend, dass sie ein wertvoller Teil meines Lebens waren.

Freude – tippe das Wort doch täglich in dein Gedächtnis. Schreibe es dir groß auf einen Zettel. Und mache dir bewusst, wie oft du dich heute freuen kannst. Und morgen schon wieder. Ob Paulus das meinte, als er uns zu positivem Denken anspornte? Sein „Freuet euch im Herrn allezeit“ bezeichnen Kritiker manchmal als „vergeistigte“ Freude; aber schon bei Vers 8 kann man dem Apostel das nicht mehr unterstellen: „was wahrhaftig ist, was ehrbar, was gerecht, was rein, wasliebenswert und erfreulich ist, alles, was als Tugend gilt oder Lob verdient – darauf seid bedacht“. Das ist Alltag. Auch dein Alltag. Viel Grund zur Freude.
Manchmal muss man nur die Augen aufmachen.

Ist die Freude deine Gesichtserkennung bzw. das Passwort zu echtem Leben, das Jesus dir gegeben hat? Übrigens ist auch der „Fisch“-Aufkleber ein Passwort, ein Erkennungszeichen der ersten Christen. Die Buchstaben des griechischen Wortes Fisch stehen für die Anfangsbuchstaben des Bekenntnisses „Jesus Christus, Gottes Sohn und Retter “.

Mit drei Zitaten zum weiteren Nachdenken
grüße ich herzlich!

Harald Petersen, Pastor

  • „Freude, die nicht auch in der Erinnerung Freude bleibt, war keine echte Freude“ (NN).
  • „Die Seele ernährt sich von dem, worüber sie sich freut“ (Augustinus).
  • „Die Freude am Herrn ist eure Stärke“ (Nehemia 8,10)

Herzlich Willkommen

Waren Sie schon mal beim Bayern-Grill bei uns im Dorf?

Nein? Dann verpassen Sie was. Denn im zugegeben einfachen Ambiente bekommen Sie die größten Pommes-Portionen weit und breit. Für 1,20 €. Danach ist man für längere Zeit nicht mehr hungrig.

„Das kann nicht sein?“ Doch, es ist so!

Pommes bieten wir Ihnen in unserer Gemeinde nicht. Aber „Brot des Lebens“, wie Jesus Christus selbst im Johannes-evangelium (Kap. 6) sagt. Damit meinte er sich und sein Angebot, Frieden mit Gott zu bringen. Das kostet gar keinen € und „wer zu mir kommt, wird nie mehr hungrig sein“, sagt unser Herr.

Mehr dazu erfahren Sie beim Bibellesen oder wenn Sie unsere Gemeindeveranstaltungen besuchen.
Seien Sie uns herzlich willkommen!

Harald Petersen, Pastor   

Herrnhuter Losungen

Tageslosung vom 13.12.2018
Ich tilge deine Missetat wie eine Wolke und deine Sünden wie den Nebel. Kehre dich zu mir, denn ich erlöse dich!
Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, dass er die Welt richte, sondern dass die Welt durch ihn gerettet werde.

Nächste Termine

16. Dez 2018
10:00 - 11:15 Uhr
Gottesdienst
18. Dez 2018
06:30 - 07:30 Uhr
Gebetskreis Nix
18. Dez 2018
17:15 - 18:30 Uhr
Jungschar
18. Dez 2018
19:30 - 20:30 Uhr
Teenkreis
18. Dez 2018
20:00 - 21:00 Uhr
Oase - Treffpunkt Frauen
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