Ungefähr 150 Besucher nahmen an dem Gottesdienst in der Turnhalle der Goldbachschule teil, unter anderem auch Dillenburgs Bürgermeister Michael Lotz. Bei dem Gottesdienst, der sich hauptsächlich an Motorradfahrer richtete, durfte natürlich auch die passende Musik nicht fehlen. Im Gegensatz zu traditionell-kirchlichen Gottesdiensten begleitete eine Band die modernen, aber trotzdem aussagekräftigen Lieder.

„Special Guest“ war an diesem Tag Dave Rose, gebürtiger US-Amerikaner, von der Allianz-Mission. Diese Missionsgesellschaft ist mit dem Bund der Freien evangelischen Gemeinden eng verzahnt und ist in vielen Ländern stark vertreten. Rose erklärte den interessierten Zuhörern, dass zum Beispiel das Missionars-Ehepaar Quiring, das in Kambodscha arbeitet, dringend Spenden für eine größere Anschaffung braucht, und zwar - wer hätte es gedacht - für einen Motorroller. In Kambodscha sei
ein Motorroller das ideale Fortbewegungsmittel.
Und tatsächlich spendenden die wohltätigen Motorrodfahrer stolze 580 Euro, mit denen der Motorroller komplett finanziert werden kann.
In der Predigt ging Jürgen Vogels, CVJM-Sekretär und selbst Biker, auf das Thema des Tages ein: "Auf großer Tour". Dabei regte er an, über das Ziel des eigenen Lebens nachzudenken, so wie auch ein Motorradfahrer sein Ziel vor Augen hat. Ein Christ könne sein Vertrauen ganz auf Gott setzen. Dabei stützte er sich auf eine Stelle in der Bibel, Psalm 37, Vers 5: "Befiehl dem HERRN deine Wege und hoffe auf ihn, er wird's wohl machen."
Nach dem Gottesdienst und einem gemeinsamen Mittagessen mit dem üblichen Fachgesimpel nutzten die Motorradfahrer natürlich das gute Wetter zur obligatorischen „Ausfahrt“. Auf drei verschiedenen Touren ging es in Richtung Wittgensteiner Land. Das Wetter hielt - Gott sei Dank - auch während der Ausfahrt, so dass nachher wieder alle trocken zur Turnhalle zurückkehrten. Dort gab es abschließend noch ein gemütliches Beisammensein bei Kaffee und Kuchen.
In der Bilder-Galerie der Biker-Gottesdienste befinden sich etliche Fotos zu der Veranstaltung.








Mein persönlicher Eindruck war, dass der Tag wirklich einiges bewegt hat – einmal natürlich einige Räder, aber allen voran die Gemeinschaft, die dabei entstanden ist. Wir als Brasilien-Fahrer sind enger zusammengerückt – wir konnten schon mal ein bißchen ausprobieren, wie es so ist, als Team zusammenzuarbeiten. Aber auch die Tatsache, dass viele Leute aus der Gemeinde und auch aus dem Dorf da waren und einfach mal nachgefragt haben, warum wieso weshalb wofür macht ihr Brasilien. Man kam ins Gespräch, Alt und Jung waren zusammen, es wurde viel zusammen gelacht, sich aber auch über Problematiken und Ängste ausgetauscht. Es war in der Hinsicht eine echt gelungene Aktion!!!